Selbsthilfegruppen COPD/ Atemwegserkrankungen für den Kreis Minden-Lübbecke und Ostwestfalen Lippe
Selbsthilfegruppen COPD/Atemwegserkrankungenfür den Kreis Minden-Lübbeckeund Ostwestfalen Lippe
Stufen und Therapieplan bei COPD

Quelle: http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=18599



Multimediale Einteilung der COPD

des Patienten gehört. Der CAT-Score** erfasst die individuelle Beeinträchtigung.

Auch bei der Einstufung der COPD in Schweregrade hat ein Umdenken stattgefunden,

erklärte Professor Dr. Claus Vogelmeier von der Klinik für Innere Medizin des

Universitätsklinikums Marburg. Bisher wurden die Patienten anhand ihrer

Lungenfunktion eingeteilt. Jetzt geht die Tendenz hin zu einer multidimensionalen Krankheitsbetrachtung.


Das neue Schema berücksichtigt z.B. die vorangegangenen 
Exzerbationen und

ihre Ausprägung. Wer mindestens zwei Exazerbationen durchgemacht hat, trägt

ein hohes Risiko für erneute schwere Ausbrüche. Außerdem wird die Stimme



Eine COPD kann mit oder ohne Lungenemphysem einhergehen. Beim Emphysem handelt es sich um eine Überblähung und Zerstörung der Lungenbläschen. Durch die Zerstörung der Lungenbläschen ist der Gasaustausch, also die Sauerstoffaufnahme ins Blut und die Kohlensäureabgabe gestört. Zudem ist die Lunge deutlich weniger elastisch. Wichtig ist bei der Diagnose der COPD vor allem die Unterscheidung zum Asthma bronchiale, da die Ursachen, die Behandlung und auch der Krankheitsverlauf beider Krankheitsbilder sehr unterschiedlich sind.

In Deutschland leiden zehn bis 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Weltweit ist die COPD mit oder ohne Lungenemphysem die vierthäufigste Todesursache. Für die nächsten Jahrzehnte ist sogar noch ein weiterer Anstieg zu erwarten. Allein in Deutschland verursacht die COPD jährlich etwa 25 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage.

Worin unterscheiden sich eine einfache chronische Bronchitis und eine chronisch obstuktive Lungenerkrankung (COPD)?

Einfache chronische Bronchitis
Eine einfache chronische Bronchitis besteht dann, wenn bei einem Patienten innerhalb von zwei aufeinander folgenden Jahren über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten hintereinander die Beschwerden Husten und Auswurf bestehen.

COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
Bei der COPD (vom Englischen "chronic obstructive pulmonary disease", also chronisch obstruktive Lungenerkrankung ) zeigen sich zusätzlich Lungenfunktionsveränderungen: Die Verengung Atemwege kann auch durch eine medikamentöse Therapie nicht vollständig zurückgebildet werden. Bei der COPD findet man in den Bronchien eine Entzündungsreaktion, die durch Partikel und Gase ausgelöst wurde, wobei hier in erster Linie der Zigarettenrauch als Verursacher in Frage kommt. Die COPD betrifft nicht nur die Lunge, sondern hat auch Auswirkungen auf andere Organsysteme wie Herz-Kreislauf, Muskulatur, Skelett, Psyche und Stoffwechsel. Diese Auswirkungen beeinflussen wiederum den Schweregrad der Erkrankung.

Was kennzeichnet eine COPD?

Der Krankheitsverlauf der COPD ist gekennzeichnet durch:

  • Die Lungenfunktion verschlechtert sich zunehmend.

  • Der Patient verliert immer mehr an Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Er äußert sich zunehmend negativer über sein Befinden.

Eine COPD kann mit oder ohne Lungenemphysem einhergehen.



Eine weitere Komplikation ist neben der Entwicklung eines Lungenemphysems auch die Entwicklung einer Überlastung des rechten Herzens, das so genannte Cor pulmonale. Diese Erkrankung entsteht, weil der Druck im Lungenkreislauf infolge des Sauerstoffmangels angestiegen ist.

In der Labordiagnostik ist insbesondere bei jüngeren Patienten (unter 50 Jahre) sowie bei COPD-Patienten, die nicht geraucht haben, eine Diagnostik bezüglich eines Alpha1-Proteaseinhibitormangels empfehlenswert. Bei akuten Verschlechterungsschüben ist eine Bestimmung der Entzündungswerte im Blut (Blutbild, C-reaktives Protein) sinnvoll.

 

Krankengeschichte und körperliche Untersuchung.

 

Durch Abhören der Lunge kann der Arzt bei einer COPD Atemgeräusche hören.

 

Durch Abhören der Lunge kann der Arzt bei einer COPD Atemgeräusche hören.


 

 

Die Patienten suchen häufig zuerst wegen chronischem Husten, Auswurf oder wegen Atemnot den Arzt auf. Der Arzt wird den Patienten über die Beschwerden befragen (Anamnese). Auch die Vorgeschichte ist von Interesse, z.B. die Risikofaktoren wie Rauchen und berufliche Belastungen. 

Dann folgt die körperliche Untersuchung. Bei geringer Ausprägung der COPD-Erkrankung kann der körperliche Untersuchungsbefund unauffällig sein. Bei mittelschwerer Erkrankung kann der Arzt durch Abhören der Lunge mit dem Stethoskop gegebenenfalls Atemgeräusche wie Giemen, Pfeifen oder Brummen hören. Bei einer schweren Erkrankung findet man aufgrund der chronischen Lungenüberblähung gegebenenfalls ein abgeschwächtes pfeifendes Atemgeräusch, eine fassförmige Brustform und eine Einziehung im Bereich der Flanken während der Einatmung. 

Zusätzlich können Zeichen der Sekretansammlung beim Versuch des Anhustens und bläulich verfärbte Lippen oder Finger bei Sauerstoffmangel auftreten. Weiterhin kann die COPD zu einem Gewichtsverlust führen, zu Wassereinlagerung in den Beinen sowie zu Konzentrationsschwäche und Müdigkeit.

 

Lungenfunktion bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem.

 

Bei Verdacht auf COPD wird eine Lungenfunktion durchgeführt.

 

Bei Verdacht auf COPD wird eine Lungenfunktion durchgeführt.


 

 

Auf jeden Fall wird eine Lungenfunktion durchgeführt. Durch diese Untersuchung sind bei einem COPD-Patienten insbesondere der Grad der Verengung der Atemwege und die Lungenüberblähung abzuschätzen. 

Bei der Erstuntersuchung wird man diese Untersuchung nach Gabe eines Medikaments, das inhaliert wird und die Bronchien erweitert, wiederholen. Danach wird erneut eine Lungenfunktion durchgeführt, um zu prüfen, ob und wie viel sich die Lungenfunktion hierauf verbessern kann. Diese Untersuchung ist insbesondere wichtig, um die Erkrankung von einem Asthma bronchiale zu unterscheiden, bei dem sich die Lungenfunktion in früheren Krankheitsstadien noch deutlich nach Gabe des bronchienerweiternden Mittels bessern kann. 

Die Lungenfunktion dient auch zur Einteilung in die Schweregrade und sollte bei den lungenfachärztlichen Untersuchungen dazu dienen, den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren.

 

Blutgasanalyse bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem.

Weiterhin sollte eine Blutgasanalyse, zunächst in Ruhe, durchgeführt werden. Bei der COPD kann es vor allem bei fortschreitender Erkrankung oder in Kombination mit einem Lungenemphysem zu einem Sauerstoffmangel kommen. Bei sehr schwerer Ausprägung kann auch durch eine Überlastung der Atemmuskulatur Kohlendioxid schlechter abgeatmet werden. Diese beiden Werte kann man mit der Blutgasanalyse bestimmen. 

Eine weitere wichtige Untersuchung, um festzustellen, ob eine Gasaustauschstörung, z.B. beim Lungenemphysem, vorliegt, ist die Messung der Diffusionskapazität (Untersuchung der Fähigkeit der Lunge zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft).

Belastungsuntersuchungen bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem.

 

Bei COPD hilft ein Belastungstest die optimale Therapie zu finden.

 

Bei COPD hilft ein Belastungstest die optimale Therapie zu finden.


 

 

Bei einigen Patienten tritt ein Sauerstoffmangel erst unter Belastung auf. Zu diesem Zweck werden Belastungsuntersuchungen wie ein 6-Minuten-Gehtest oder auch eine Ergometrie mit Blutgasen durchgeführt. Diese Untersuchungen dienen auch dazu, die Belastbarkeit des Patienten abzuschätzen und Therapieeffekte von Medikamenten zu beurteilen. Die Belastungstests führen die pneumologischen Experten auch zur Auswahl eines individuell abgestuften Trainingsprogramms, z.B. im Rahmen eines Rehabilitationsaufenthaltes, durch.

 

Röntgenuntersuchung der Lunge bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem.

ZUr Erstuntersuchung des Patienten gehört auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge, wenn der Verdacht auf ein Lungenemphysem besteht oder wenn ein Lungenkrebs ausgeschlossen werden soll. Weiterhin führen Experten eine Röntgenaufnahme bei akuten Verschlechterungsschüben durch, wenn der Verdacht auf eine Lungenentzündung besteht.

Computertomographie bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem.

Eine hochauflösende Computertomographie (CT) der Lunge wird durchgeführt, wenn die Verteilung eines Lungenemphysems beurteilt und dessen Ausdehnung erfasst werden soll. Dies ist insbesondere vor operativen Eingriffen wie einer Lungenvolumenreduktion oder vor einer Operation von großen Lungenblasen wichtig.

Herzultraschall bei COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) / Lungenemphysem.

Bei Verdacht auf eine Rechtsherzbelastung kann eine Echokardiographie (Herzultraschall) sinnvoll sein, um die Druckverhältnisse im Lungenkreislauf abzuschätzen.

 

 

 

 

Welche Beschwerden treten bei einer COPD auf?

 

Schon leichtes Spazierengehen kann bei einer COPD zu Atemnot führen

 

Schon leichtes Spazierengehen kann bei einer COPD zu Atemnot führen


 

 

Eine einfache chronische Bronchitis zeichnet sich durch Husten und Auswurf aus, der meist morgens abgehustet wird. Dagegen ist bei einer COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, zusätzlich die Lungenfunktion enigeschränkt und es kommt daher zu zunehmender Atemnot - zunächst bei Belastung - und zu einem Leistungsabfall. 

Unter Belastung ist hier nicht nur körperliche Belastung im sportlichen Bereich gemeint: Schon Aktivitäten des normalen täglichen Lebens wie Spazierengehen, bei schwererer Erkrankung sogar auch schon Umhergehen im Zimmer, auf die Toilette gehen, Essen oder Trinken können zu Atemnot führen. 

Im weit fortgeschrittenen Stadium der COPD tritt als Komplikation zunehmend auch die Entwicklung der Atemnot auch in Ruhe auf. Diese kann zum einen durch die Atemwegsverengung und durch eine verminderte Gasaustauschfläche bei einem Emphysem (Lungenüberblähung) bedingt sein. Aber auch die Überlastung der Atemmuskulatur kann Atemnot in Ruhe verursachen.

 

Verschlechterungschübe unbedingt schnell erkennen!

Im Rahmen der Erkrankung kann es vor allem im Herbst und Winter zu akuten Verschlechterungsschüben, auch Exazerbationen genannt, kommen.

Daran erkennen Sie einen Verschlechterungsschub bei chronisch obstruktiver Bronchitis:

  • zunehmende Atemnot, auch bei leichter Belastung oder in Ruhe

  • vermehrtes Husten 

  • Zunahme des Auswurfs 

  • mögliche Veränderung der Konsistenz des Auswurfs (dieser wird zäher)

  • Verfärbung des Auswurfs (eitrig, gelb-grün) .

Wenn eine Verschlechterung eintritt, suchen Sie einen Arzt auf, denn eine schnelle Behandlung ist wichtig. Daher ist es umso bedeutender, dass Sie als COPD-Patient selbst einen akuten Verschlechterungsschub erkennen! Unbehandelte oder zu spät behandelte Verschlechterungsschübe können unter Umständen zu einer weiteren schweren Einschränkung der Lungenfunktion führen und machen nicht selten einen Krankenhausaufenthalt notwendig.

Verschiedene Patienten-Typen bei Lungenemphysem.

Beim Lungenemphysem kann man traditionell zwei Emphysem-Typen unterscheiden, zwischen denen es aber fließende Übergänge gibt.

  • "Pink puffer": Bei diesem Patienten-Typ ist das Emphysem stark ausgepragt. Die "Pink puffer"-Patienten sind eher normal- bis untergewichtig, leiden an einer ausgeprägten Luftnot und haben meist einen Sauerstoffmangel (respiratorische Partialinsuffizienz). Eine Zyanose (bläulich verfärbte Lippen und Nagelbetten) findet man selten.

  • "Blue bloater": Dies ist der Patienten-Typ mit vorwiegender COPD. Die "Blue boater"-Patienten sind meist übergewichtig, haben eine ausgeprägte Zyanose, erleiden aber geringere Atemnot als der Pink puffer. Diese Patienten berichten über vermehrten Husten und Auswurf, haben neben einem Sauerstoffmangel (Hypoxie) auch Probleme aufgrund einer überlasteten Atemmuskulatur, Kohlensäure abzuatmen. Somit zeigen sich erhöhte Kohlendioxidwerte im Blut (Hyperkapnie). Auch entwickeln diese Patienten frühzeitig eine Überlastung des rechten Herzens.

Im Verlauf können die Patienten mit einem Lungenemphysem aufgrund der Zerstörung der Lungenbläschen einen zunehmenden Sauerstoffmangel (Hypoxämie) entwickeln, der eine Sauerstofftherapie notwendig macht. Es kann auch gleichzeitig zu einer Überlastung der Atemmuskelpumpe kommen, die eine nicht-invasive Maskenbeatmung erforderlich macht.

 

 

 

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Wenn jeder Atemzug ein Ringen

nach Luft ist.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist eingefährliche und unterschätzte Volkskrankheit: 7 Millionen Deutsche leiden bereits an ihr.Chronisch obstruktive Lungenerkrankung -man möchte meinen,dass eine Krankheit mit einem so komplizierten Namen nicht sonderlich häufig sein kann. Doch weit gefehlt: Weltweit betrachtet ist COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) die Volkskrankheit mit der vierthöchsten Todesrate und eine der wenigen, die stark zunehmen. In Deutschland leiden schätzungsweise 7Millionen Menschen darunter. Bei den über 40-Jährigen ist jeder achte betroffen, schätzt die Medizinische Hochschule Hannover.Unbehandelt führt eine COPD zum vorzeitigen Tod. Jeder Atemzug gerät mehr und mehr zu einem Ringen nach Luft. Die Lunge, im gesunden Zustand einer elastischen Traubenrebe gleich, bläht sich zum überspannten Ballon, der sich kaum noch entleeren und damit den Körper nicht mehr recht mit Frischluft versorgen kann. „Der Tod wäre ein sehr unangenehmer - einer durch Ersticken“, erklärt Tobias Welte, Direktor der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

 

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FOTO: PICTURE ALLIANCE / AFP CREATIVE/AFPMit jeder Zigarette steigt das Risiko zu erkranken. Zwar ist COPD behandelbar, aber nur mit lebenslanger Medikamenteneinnahme
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Inszenierte Raucher im Kino
FOTO: HOCoole Raucher oder negative Vorbilder? Das ist doch irgendwie verrucht: Scarlett Johansson raucht - natürlich im Film. Vergangenes Jahr war sie so in "Die schwarze Dahlie" zu sehen.

Krankheit milder.




FOTO: EUROPÄISCHE KOMMISSIONSo könnten künftig Zigarettenschachteln aussehen: schockierende Bilder sollen aufrütteln. Immer noch werden die Risiken durch Zigarettenkonsum unterschätzt und verdrängt.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist ein

gefährliche und unterschätzte Volkskrankheit:

8Millionen Deutsche leiden bereits an ihr.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung -man möchte meinen,

dass eine Krankheit mit einem so komplizierten Namen nicht sonderlich häufig sein kann.

Doch weit gefehlt: Weltweit betrachtet ist COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)

die Volkskrankheit mit der vierthöchsten Todesrate und eine der wenigen,

die stark zunehmen.

In Deutschland leiden schätzungsweise 8 Millionen Menschen darunter.

Bei den über 40-Jährigen ist jeder Achte betroffen, schätzt die

Medizinische Hochschule Hannover.

Unbehandelt führt eine COPD zum vorzeitigen Tod.

Jeder Atemzug gerät mehr und mehr zu einem Ringen nach Luft.

Die Lunge, im gesunden Zustand einer elastischen Traubenrebe gleich,

bläht sich zum überspannten Ballon, der sich kaum noch entleeren

und damit den Körper nicht mehr recht mit Frischluft versorgen kann.

Der Tod wäre ein sehr unangenehmer - einer durch Ersticken“, erklärt Tobias Welte,

Direktor der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Der Beginn jeder COPD ist unspektakulär. Nach dem Aufstehen

versperrt Schleim die Atemwege, der abgehustet werden muss.

Er ist gelblich, manchmal bräunlich gefärbt. Die Bronchien verengen sich.

Zunächst fehlt nur zum Sport die Luft, doch dann auch beim Treppensteigen,

später bei jedem Schritt. Die drei Kardinalsymptome der COPD,

nämlich Auswurf, Husten und Atemnot bei Belastung,

fassen Ärzte unter dem Kürzel „AHA-Symptome“ zusammen.

Rauchen ist der Risikofaktor Nummer eins

Hauptursache einer COPD ist das Rauchen, auch wenn im Einzelfall Umweltgifte

wie Schwefeldioxid und Stäube am Arbeitsplatz die Krankheit auslösen können.

Neun von zehn Patienten haben geraucht oder tun es noch. Je länger und mehr

Glimmstängel verbraucht werden, desto größer die Gefahr.

Daher rühren auch überkommene, weil verharmlosende Bezeichnungen wie „

Raucherhusten“ oder „Raucherlunge“.

Schon mit der ersten Zigarette kommt es zu einer akuten Entzündung, die dann chronisch

werden kann. So entsteht eine COPD“, stellt Jens Hohlfeld, Lungenspezialist am

Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover, klar.

Nichts ist so wichtig für COPD-Patienten, wie sofort mit dem Rauchen aufzuhören“,

schärft Lungenspezialist Welte den Betroffenen ein. Dadurch wird das Voranschreiten

der Lungenzerstörung verlangsamt, mithin sogar aufgehalten. Das Atmen fällt leichter

und der hinderliche Schleim schwindet.

  • 1 von 5

Zahlen und Fakten zum Rauchen


Raucher: In Deutschland qualmt rund ein Drittel der Erwachsenen, darunter mehr Männer

als Frauen. Insgesamt sind es etwa 16 Millionen Menschen.

Heilbar ist die Erkrankung trotzdem nicht. Für die Betroffenen

ist das oft ein schwer zu verdauender Schock.

Aber eine COPD lasse sich nur mit Medikamenten behandeln,

die zeitlebens genommen werden müssten, sagt Welte. Diese Therapie ist der einzige Weg,

um den Episoden artig auftretenden Atemnotattacken zu entrinnen, bei denen sich

die Erkrankung nachhaltig verschlechtert. Diese Anfälle heißen „Exazerbationen“

und sind gefürchtet. Denn je häufiger sie einen Patienten ereilen, desto schlechter

steht es um seine Gesundheit. Klinikaufenthalte bleiben nicht aus und mit ihnen wächst

unvermeidlich die Angst vor der nächsten Atemnotphase.

Alle COPD-Patienten erhalten Arzneien, welche die Bronchien erweitern und

das Atmen deutlich erleichtern. Im milden Stadium der Erkrankung

genügen kurz wirksame Bronchodilatoren. Mit dem Voranschreiten wechseln die Mediziner

zu langanhaltend wirksamen Präparaten. Bei schwerem Verlauf geben sie zusätzlich Steroide

wie Cortison in Form eines Sprays. Seit wenigen Monaten ist erstmals auch ein Medikament

namens Roflumilast gegen die zugrundeliegende Entzündung der Lunge auf dem Markt.

Klinischen Studien zufolge nehmen die Exazerbationen damit um bis zu 21 Prozent ab und

die Atemwege erholen sich etwas.

Infektionen vermeiden - aber regelmäßig bewegen

Da die Schub artige Verschlechterung der Erkrankung durch Infektionen ausgelöst wird,

rät Welte zusätzlich, sich regelmäßig gegen Grippe und Pneumokokken,

dem Erreger der Lungenentzündung, impfen zu lassen. Dann verläuft die

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist ein

gefährliche und unterschätzte Volkskrankheit: Fünf

Millionen Deutsche leiden bereits an ihr.

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Doch weit gefehlt: Weltweit betrachtet ist COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)

die Volkskrankheit mit der vierthöchsten Todesrate und eine der wenigen,

die stark zunehmen.

In Deutschland leiden schätzungsweise fünf Millionen Menschen darunter.

Bei den über 40-Jährigen ist jeder Achte betroffen, schätzt die

Medizinische Hochschule Hannover.

Unbehandelt führt eine COPD zum vorzeitigen Tod.

Jeder Atemzug gerät mehr und mehr zu einem Ringen nach Luft.

Die Lunge, im gesunden Zustand einer elastischen Traubenrebe gleich,

bläht sich zum überspannten Ballon, der sich kaum noch entleeren

und damit den Körper nicht mehr recht mit Frischluft versorgen kann.

Der Tod wäre ein sehr unangenehmer - einer durch Ersticken“, erklärt Tobias Welte,

Direktor der Abteilung Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

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Der Beginn jeder COPD ist unspektakulär. Nach dem Aufstehen

versperrt Schleim die Atemwege, der abgehustet werden muss.

Er ist gelblich, manchmal bräunlich gefärbt. Die Bronchien verengen sich.

Zunächst fehlt nur zum Sport die Luft, doch dann auch beim Treppensteigen,

später bei jedem Schritt. Die drei Kardinalsymptome der COPD,

nämlich Auswurf, Husten und Atemnot bei Belastung,

fassen Ärzte unter dem Kürzel „AHA-Symptome“ zusammen.

Rauchen ist der Risikofaktor Nummer eins

Hauptursache einer COPD ist das Rauchen, auch wenn im Einzelfall Umweltgifte

wie Schwefeldioxid und Stäube am Arbeitsplatz die Krankheit auslösen können.

Neun von zehn Patienten haben geraucht oder tun es noch. Je länger und mehr

Glimmstängel verbraucht werden, desto größer die Gefahr.

Daher rühren auch überkommene, weil verharmlosende Bezeichnungen wie „

Raucherhusten“ oder „Raucherlunge“.

Schon mit der ersten Zigarette kommt es zu einer akuten Entzündung, die dann chronisch

werden kann. So entsteht eine COPD“, stellt Jens Hohlfeld, Lungenspezialist am

Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover, klar.

Nichts ist so wichtig für COPD-Patienten, wie sofort mit dem Rauchen aufzuhören“,

schärft Lungenspezialist Welte den Betroffenen ein. Dadurch wird das Voranschreiten

der Lungenzerstörung verlangsamt, mithin sogar aufgehalten. Das Atmen fällt leichter

und der hinderliche Schleim schwindet.

  • 1 von 5

Zahlen und Fakten zum Rauchen


Raucher: In Deutschland qualmt rund ein Drittel der Erwachsenen, darunter mehr Männer

als Frauen. Insgesamt sind es etwa 16 Millionen Menschen.

Heilbar ist die Erkrankung trotzdem nicht. Für die Betroffenen

ist das oft ein schwer zu verdauender Schock.

Aber eine COPD lasse sich nur mit Medikamenten behandeln,

die zeitlebens genommen werden müssten, sagt Welte. Diese Therapie ist der einzige Weg,

um den Episoden artig auftretenden Atemnotattacken zu entrinnen, bei denen sich

die Erkrankung nachhaltig verschlechtert. Diese Anfälle heißen „Exazerbationen“

und sind gefürchtet. Denn je häufiger sie einen Patienten ereilen, desto schlechter

steht es um seine Gesundheit. Klinikaufenthalte bleiben nicht aus und mit ihnen wächst

unvermeidlich die Angst vor der nächsten Atemnotphase.

Alle COPD-Patienten erhalten Arzneien, welche die Bronchien erweitern und

das Atmen deutlich erleichtern. Im milden Stadium der Erkrankung

genügen kurz wirksame Bronchodilatoren. Mit dem Voranschreiten wechseln die Mediziner

zu langanhaltend wirksamen Präparaten. Bei schwerem Verlauf geben sie zusätzlich Steroide

wie Cortison in Form eines Sprays. Seit wenigen Monaten ist erstmals auch ein Medikament

namens Roflumilast gegen die zugrundeliegende Entzündung der Lunge auf dem Markt.

Klinischen Studien zufolge nehmen die Exazerbationen damit um bis zu 21 Prozent ab und

die Atemwege erholen sich etwas.

Infektionen vermeiden - aber regelmäßig bewegen

Da die Schub artige Verschlechterung der Erkrankung durch Infektionen ausgelöst wird,

rät Welte zusätzlich, sich regelmäßig gegen Grippe und Pneumokokken,

dem Erreger der Lungenentzündung, impfen zu lassen. Dann verläuft die

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